Auf einsodernull sammelt der Onlinejournalist Carsten Lißmann Darstellungs- und Erzählformen im Netz.
Ich habe mich für den Journalistenberuf entschieden, weil ich erklären möchte, wie unsere Welt funktioniert. Zuerst mir selbst und dann anderen. Weil ich gern Geschichten erzähle und gern welche erzählt bekomme. Ich habe mich für Onlinejournalismus entschieden, weil man im Netz besser erklären und erzählen kann als etwa in einer Zeitung. Was nicht so sehr am Papier liegt, als daran, dass Text nur eine Darstellungsform von vielen ist.
In meiner täglichen Arbeit merke ich aber, wie oft wir uns dann doch nur auf Altbekanntes beschränken: Weil es einfacher, billiger, schneller ist. Weil wir es so gelernt haben. Ich will nicht über die Unzulänglichkeiten des Onlinejournalismus klagen und nicht über seine gesellschaftliche Relevanz oder Zukunft. Hier geht es allein um schöne und wichtige Beispiele dafür, wie Onlinejournalisten ihr Vokabular vergrößern können. Im Team oder allein. Unter den Arbeitsbedingungen großer Redaktionen oder in Experimentierlaune. Jeden Tag wieder oder um der einen großen Geschichte willen.
In einer ersten Phase werden hier einfach gut gemachte und innovative Onlineformate gesammelt, mehr oder weniger erratisch.
Über mich
Mit 13 Jahren schrieb ich meinen ersten Zeitungsartikel (für ein Schulprojekt) und die ersten Computerprogramme (KC 87, Turbo Pascal). Diese seltsame Mischung begleitet mich seitdem. In jeder Redaktion, in der ich arbeitete (schrieb), fing ich früher oder später an, noch irgendwas zu konzipieren und programmieren:
- Polen-Rundschau, Redaktion & Online, 2005-2006
- Zuender, Netzmagazin von ZEIT ONLINE, Redaktionsleitung 2006-2008
- ressourcenmangel, Konzeption und Redaktion von gruene.de im Wahlkampf 2009
- Fritz vom rbb, Online-Redaktion 2008-2010
- von August bis Dezember 2010 arbeitete ich vertretungsweise in der Politik-Redaktion von Zeit Online
- in Elternzeit seit Januar 2011
Ich lebe in Berlin und habe einen Sohn.





